Zersiedelung bekämpfen, aber nicht so!

17.01.2019

Umweltfreisinnige lehnen die Zersiedelungsinitiative ab.

An der ausserordentlichen Mitgliederversammlung in Wil haben die Umweltfreisinnigen die Zersiedelungsinitiative, welche am 10. Februar 2019 zur Abstimmung kommt, zur Ablehnung empfohlen. Die Forderungen der Initianten gehen zu weit, auch wenn der Grundgedanke ein hehrer ist. 

Das Unbehagen in der Bevölkerung über die fortschreitende Zersiedelung der Landschaft ist zu Recht gross. Mit der Revision des Raumplanungsgesetzes und der Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative wurden allerdings wichtige Schritte eingeleitet, um den Kulturlandverlust einzudämmen. Die Wirkung dieser Instrumente muss nun zuerst abgewartet und den Behörden Zeit für die Umsetzung gelassen werden, bevor die Rahmenbedingungen ein weiteres Mal geändert bzw. verschärft werden. Die meisten Forderungen der Initianten sind bereits heute im Gesetz verankert, die übrigen schiessen über das Ziel hinaus. Mit der Annahme der Initiative würden die Kompetenzen von Kantonen und Gemeinden zu stark beschnitten, regionale Unterschiede ausser Acht gelassen, genauso wie die Bedürfnisse von Bevölkerung und Wirtschaft. Darum empfehlen die Umweltfreisinnigen am 10. Februar ein Nein zur Zersiedelungsinitiative!

Neben der Zersiedelungsinitiative haben die Mitglieder das aktualisierte Positionspapier «Verkehr» verabschiedet. Die Umweltfreisinnigen sind für das Wahljahr gewappnet.

Die UFS politisieren als eigenständige Organisation unter dem Dach der FDP. Sie befassen sich schwergewichtig mit den Themen Umwelt, Energie, Raumplanung und Verkehr.

17. Januar 2019
Autor: Raphael Lüchinger

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