Die Schweiz ist besonders betroffen

10.06.2019

Die Umweltfreisinnigen haben das Thema «Klimaveränderung» zu ihrem Jahresthema gemacht und organisieren dazu diverse Anlässe. Ein erster aus dieser Veranstaltungsreihe fand im Freihof Gossau statt und zeigte deutlich auf, wie der menschenverursachte Klimawandel ungebremst seinen Lauf nimmt. Die Umweltfreisinnigen fordern griffige Gegenmassnahmen.

Der Präsident der UFS konnte zahlreiche Mitglieder und Interessierte zum Referat von Simon Scherrer im Freihof Gossau begrüssen. Der Referent ist Fachverantwortlicher Klimaentwicklung beim Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz). Seit 1864 werden regelmässig Messungen von Klimadaten durchgeführt. Bei Messbeginn wurden sie noch von Hand erhoben. Simon Scherrer erklärte, dass heute mit Hilfe von leistungsstarken Rechnern eine mehrstufige Analyse und Homogenisierung der gemessenen Daten, u.a. unter Berücksichtigung des Umfeldes der Messungen, durchgeführt werden.

Der Trend zur Klimaerwärmung ist trotz einzelner „Ausreisser“ wie beispielsweise einzelne kalte Winter, deutlich feststellbar. In den letzten 150 Jahren ist die durchschnittliche Temperatur in der Schweiz um 2.1°C gestiegen. Die weltweite Erhöhung der Temperatur beträgt im Schnitt 0.9°C. Das Schmelzen der Alpengletscher seit Mitte des 19. Jahrhunderts, die Abnahme der Schneefalltage in den Bergen seit den 1970er Jahren oder die Zunahme der sogenannten Starkniederschläge im Lauf des 20. Jahrhunderts sind klare Zeichen einer Klimaerwärmung, die sich in den letzten 30 Jahren noch verstärkt hat.

Der Referent hielt fest, dass sich die wissenschaftliche «Community» einig ist, dass der aktuelle Klimawandel durch den Menschen verursacht wird. Aufgrund von Klimaszenarien, die MeteoSchweiz entwickelt, warf Simon Scherrer einen Blick auf das mögliche Klima der Schweiz im Jahr 2060. Ohne Massnahmen zur weltweiten Reduktion des CO 2 -Ausstosses ist je nach Region mit einer Temperaturzunahme von 3°C bis 5°C, viel mehr Hitzetagen und Tropennächten und ausserdem mit zunehmender Trockenheit im Sommer zu rechnen.   Die UFS setzen sich seit mehr als 25 Jahren für eine nachhaltige und realistische Umweltpolitik ein, die auch den Klimawandel bremsen sollen. Sie treten mit einer eigenen Nationalratsliste für die Wahlen im Herbst 2019 an.

Die Umweltfreisinnigen politisieren als eigenständige Organisation unter dem Dach der FDP. Sie befassen sich schwergewichtig mit den Themen Umwelt, Energie, Raumplanung und Verkehr.

10. Juni 2019 Autoren: Claudia Klinkmann, Raphael Lüchinger

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