Die Umweltfreisinnigen St.Gallen im „Auge“ des Klimawandels

07.10.2019

Mit den Klimadiskussionen haben auch die Umweltfreisinnigen Rückenwind bekommen. Sie haben den Klimawandel zu ihrem Jahresthema gewählt, und zwar lange bevor der Hype um dieses Thema richtig losging. Das Klima ändert sich rasant und wir Menschen sind dafür verantwortlich. Es braucht griffige, aber auch realistische Konzepte.

Die Umweltfreisinnigen (UFS) sind eine St.Galler Spezialität. Sie setzen sich seit mehr als 25 Jahren für eine nachhaltige und realistische Umweltpolitik ein. Dabei politisieren sie als eigenständige Organisation unter dem Dach der FDP. Sie befassen sich schwergewichtig mit den Themen Umwelt, Energie, Raumplanung und Verkehr. Zu den nationalen Wahlen am 20. Oktober 2019 treten sie mit einer eigenen Nationalratsliste an.

Die Klimadebatte leistet umweltfreisinnigen Ideen Vorschub. Die Mitgliederzahl ist alleine im Jahr 2019 um mehr als 5 Prozent gewachsen. Bemerkenswert ist auch der Zuwachs aus den Reihen von FDP-Mandataren. Mittlerweile ist zum Beispiel fast ein Drittel aller FDP-Kantonsrätinnen und Kantonsräte auch UFS-Mitglied. Insgesamt sind knapp 90 Prozent der Umweltfreisinnigen ausserdem Mitglied bei der FDP.

Die Basis der FDP hat in Sachen Umweltpolitik ein Umdenken gefordert. Die Umweltfreisinnigen tragen diese Kurskorrektur voll mit, würden sogar noch einen Schritt weiter gehen. Sie haben darum stark auf die Haltung der schweizerischen FDP bezüglich Klimathematik eingewirkt. So sorgten sie an der entscheidenden schweizerischen Delegiertenversammlung vom Juni mit überlegten Vorstössen dafür, dass das Positionspapier «Umwelt» verschärft wurde. Der Klimawandel wird uns immer stärker beschäftigen, ob wir das wollen oder nicht. Darum braucht es Taten - jetzt! Der Bundesrat gibt die Richtung vor: Netto Null bei den CO 2 -Emissionen bis 2050. Die Umweltfreisinnigen bevorzugen in der Umsetzung liberale und realistische Lösungen. Umweltratings haben Hochkonjunktur. Polemik und Wunschdenken bringen die Gesellschaft in der Klimadebatte nicht weiter. Am Schluss ist es entscheidend, die Bürgerinnen und Bürger für die Auswirkungen des Klimawandels zu sensibilisieren und zusammen mit ihnen nachhaltige Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Die Umweltfreisinnigen setzen dabei in erster Linie auf die Selbstverantwortung und auf Anreizsysteme und erst an zweiter Stelle auf Gebote und Verbote.

7. Oktober 2019
Autoren: Raphael Lüchinger

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