Newsletter 1|2026
Ja zu WILWEST und zur Kantonsstrasse zum See
Die Umweltfreisinnigen unterstützen sowohl die Kantonsstrasse zum See mit Anschluss Witen als auch das Projekt WILWEST als zentrale Bausteine einer nachhaltigen Regionalentwicklung.
Die Kantonsstrasse zum See ist mehr als ein Strassenbauprojekt: Sie entlastet Quartiere vom Durchgangsverkehr, verbessert die Erschliessung von Industriegebieten, reduziert Staus und erhöht die Verkehrssicherheit. Damit schafft sie die Grundlage für eine geordnete Entwicklung der Region Rorschach–Goldach – insbesondere in Kombination mit Massnahmen zugunsten von Grünräumen sowie des öffentlichen und des Langsamverkehrs.
Auch WILWEST überzeugt aus raumplanerischer Sicht. Die gezielte Bündelung der industriellen Entwicklung auf einem Areal ist wirksamer, als wenn mehrere Gemeinden parallel eigene Industriegebiete einzonen. Das Projekt ist sorgfältig auf bestehende Planungen abgestimmt und integriert von Beginn an den öffentlichen Verkehr sowie den Langsamverkehr. WILWEST ist damit ein Schlüsselprojekt für die wirtschaftliche Stärke und die verkehrliche Entlastung der Region Wil.
Nein zur Klimafondsinitiative
Die Mitgliederversammlung hat hierzu ein eindeutiges Nein beschlossen. Die Klimafondsinitiative benennt die Herausforderungen im Umwelt- und Klimabereich zwar zutreffend, stellt aus Sicht der Umweltfreisinnigen jedoch kein taugliches Instrument zur Problembewältigung dar. Zwar ist die Schweiz nicht auf Kurs bei der Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens, doch fehlt es erstens an den finanziellen Mitteln zur nachhaltigen Äufnung eines solchen Fonds, und zweitens erweisen sich Subventionen langfristig als ineffizient für eine wirksame Klimapolitik. Die Umweltfreisinnigen setzen stattdessen auf marktwirtschaftliche Instrumente wie zum Beispiel Lenkungsabgaben.
Stellungnahme zu GAöL und Biodiversitätsstrategie
Die Umweltfreisinnigen haben zum Nachtrag zum Gesetz über die Abgeltung ökologischer Leistungen Stellung genommen und ebenso zur kantonalen Biodiversitätsstrategie 2026-2033.
Die Vereinfachungen im GAöL-Bereich begrüssen wir, ebenso die praktische Ausrichtung. Was wir kritisch sehen, ist die Zentralisierung des Vollzugs beim Kanton; zumindest fehlt hier eine fundierte Analyse, was bisher gut lief und was weniger. Die UFS setzen sich für eine stufengerechte Lösung mit starker Rolle der Gemeinden, mehr Eigenverantwortung der Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter sowie für eine konsequent wirkungsorientierte Biodiversitätsförderung ein.
Die Weiterführung der kantonalen Biodiversitätsstrategie begrüssen wir ausdrücklich. Der Handlungsbedarf ist ausgewiesen. Kritisch sehen wir jedoch den starken Fokus auf Konzepte, Analysen und Monitoring – entscheidend ist die Wirkung auf der Fläche. Zu wenig ambitioniert erscheint die Strategie insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft und Gewässerschutz. Gleichzeitig werden Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer als zentrale Akteure kaum einbezogen. Ohne sie ist eine erfolgreiche Umsetzung nicht möglich. Statt zusätzlicher Bürokratie braucht es Anreizsysteme, Best-Practice-Beispiele, Beratung auf Augenhöhe und mehr Eigenverantwortung.




