Klimaflüchtlinge, Wasserkrise und vieles mehr

Verbrannte Erde auf Hydra, Griechenland

Verdorrte Erde, verbrannte Wälder, vernichtete Ernten gab es schon immer. Mit dem Klimawandel häufen sie sich - auch in Gegenden, die bisher fruchtbar waren.

Konsequenzen unseres Handelns
Bereits seit 2007 gibt es Berichte, die sich mit der Migration in Zeiten des Klimawandels beschäftigen. Was passiert, wenn das eigene Land bedingt durch den menschenverursachten Klimawandel unbewohnbar wird? Was passiert, wenn nicht mehr genügend Wasser vorhanden ist? Überschwemmungen, Hitzesommer, Dürren und weitere extreme Wetterereignisse nehmen zu. Gemäss Sir Nicholas Stern, ehemaliger Chefökonom der Weltbank, werden bis Mitte des 21. Jahrhunderts 150 Millionen Klimaflüchtlinge erwartet. Eine Studie der Universität Hamburg im Auftrag von Greenpeace hat 2007 festgestellt, dass der Klimawandel Bevölkerungen, welche von der Landwirtschaft abhängig sind, am meisten trifft. Beobachtbar ist dies beispielsweise in Indien, wo Bauern aus ruralen Gebieten in die Städte wandern, um dort eine neue Lebensgrundlage (bspw. im Baugewerbe) zu finden. Die Konsequenzen unseres Handelns sind jedoch nicht nur in Indien oder Afrika spürbar. In Nordamerika häufen sich verheerende Waldbrände und Sturmfluten in Küstennähe. Dicht besiedelte Gebiete lassen zudem die wirtschaftlichen Schäden ansteigen. Auch Europa hat mit starken Niederschlägen, Hitzewellen und Ernteeinbussen zu kämpfen.

Doch was sind Lösungsmöglichkeiten? Es steht wohl ausser Frage, dass sich der Klimawandel nicht mehr aufhalten lässt. Wir müssen uns daher überlegen, wie wir uns an die Konsequenzen des Klimawandels anpassen können. Dazu gehört auch der Umgang mit Klimaflüchtlingen. Bereits 2008 wurden von Experten (Vereinigte Nationen) Ideen zu globalen Umsiedlungsprogrammen ausgearbeitet. Beim Klimawandel handelt es sich um ein globales Problem, welches mehrheitlich von westlichen Industrieländer verursacht wurde. Heute haben aber auch die wirtschaftlich aufstrebenden Schwellenländer einen zunehmenden Einfluss auf das Klima.

Lösungsmöglichkeiten - global, lokal
Wir müssen uns daher auch alle um eine Lösung bemühen. Solchen Umsiedlungsprogrammen muss eine langfristige Planung zugrunde liegen. Die Regionen, welche am stärksten betroffen sind, können bereits jetzt prognostiziert werden, was Organisation und Planung möglich macht. Wir brauchen deshalb internationale Unterstützung für nationale Massnahmen. Finanziert werden sollten solche Programme auch auf globaler Ebene. Eine Möglichkeit ist ein Fondsystem: Jedes Land zahlt proportional gemäss einem festgelegten Faktor (BIP, vergangener CO2-Ausstoss, o.ä). ein.

Während Regierungen und Organisationen, wie die UNO oder das IKRK gefragt sind im Umgang mit den Thematiken Klimaflüchtlinge, CO2-Handel, CO2-Abgaben, kann jede und jeder von uns in der Schweiz einen kleinen Beitrag für eine nachhaltigere und lebenswertere Zukunft leisten. Deinen Morgenkaffee am Bahnhof kannst du in deinem mitgebrachten Becher mit in den Zug nehmen und sparst bis zu 0.80 CHF. Dein Abendessen auf dem Nachhauseweg holst du am besten bei Teilnehmern von toogoodtogo.ch und rettest damit nicht nur Lebensmittel, sondern sparst gleich noch Geld. Städtetrips lassen sich wunderbar mit dem Zug machen (London via Paris, Wien/Budapest, Hamburg und vieles mehr). Auch im Zug kann man Instagram-Fotos machen. Ganz nach dem Motto „Auch Kleinvieh gibt Mist“ können wir im Privaten einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Gesellschaft leisten.

Kathrin Gabathuler / Oktober 2019

 

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