Im Gedenken an Louis Ribaux

In Ergänzung des im St. Galler Tagblatt erschienenen Nachrufs auf Louis Ribaux möchten Yolanda Kappeler, ehemalige Präsidentin der Umweltliberalen Bewegung, und ich an das Engagement des Verstorbenen in der Umweltliberalen Bewegung des Kantons St. Gallen (ULSG, später Umweltliberale Bewegung, ulb, heute Umweltfreisinnige St. Gallen UFS) erinnern. Louis Ribaux setzte sich in den 1990er Jahren und in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts sowohl als Mitglied des regionalen als auch des   kantonalen Vorstands für die Ziele dieser politischen Gruppierung ein. Die Ausrichtung der am 11. Mai 1993 in St. Gallen als Erneuerungsbewegung innerhalb der FDP gegründeten ULSG entsprach der offenen und unabhängigen Haltung von Louis Ribaux. Mit dem Adjektiv „umweltliberal“ wollte die junge politische Bewegung ausdrücken, dass auf der Basis eines umfassenden Freiheitsbegriffs – Freiheit als Verantwortung gegenüber dem Mitmenschen und gegenüber einer intakten Natur als Lebensgrundlage - eine ausgewogene Entwicklung in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht Ziel ihrer Politik sein sollte. Louis Ribaux war es ein Anliegen, „ die Vernetzung aller Aspekte des Lebens zu überdenken und in die Politik hinein zu nehmen“, wie er es einmal ausdrückte. 

Amtsträger wie die ehemalige Ständerätin Erika Forster, Regierungsrat Willi Haag oder Stadtpräsident Thomas Scheitlin sind bis heute Mitglieder der UFS.

In seinem Buchantiquariat fanden oft die Vorstandssitzungen der Regionalgruppe statt oder Podiumsdiskussionen. Unvergessen sind auch die Bücherabende, die er einmal im Jahr für interessierte Mitglieder veranstaltete. Mit seiner sachkundigen Vorstellung von Büchern zu Philosophie, Politik, Kultur und vielen anderen Themen regte er die Zuhörer an, das jeweilige Buch selbst in die Hand zu nehmen.

3. März 2015, Claudia Kinkmann

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